Tierarztpraxis Dr. Mertens und Küppers

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Rund um unsere Praxis

Die Sozialisationsphase

Zwischen der vierten und zwölften Lebenswoche ist Ihr Welpe in einer besonders sensiblen Entwicklungsphase. Weil in dieser Phase auch das Sozialverhalten entsteht, heißt sie Sozialisationsphase. Aber es passiert noch viel mehr. In diesem Zeitraum wird die Grundlage für das ganze Leben gelegt. Das Gehirn entwickelt sich sehr schnell und die Entwicklung hängt davon ab, was der Welpe in dieser Zeit erlebt. Je mehr er jetzt kennen lernt, desto besser. Welpen, die während der ersten zwölf Lebenswochen wenig Kontakte mit der Umwelt haben, leiden lebenslang an den Folgeschäden. Sie sind oft übernervös und ängstlich, sie lernen schwer, sind oft krank und entwickeln später häufig Aggressionsprobleme.

Wenn Ihr Welpe von einem guten Züchter kommt, hat er dort schon vieles kennen gelernt. Geben Sie ihm ein paar Tage Zeit, sich in seiner neuen Umgebung einzugewöhnen. Dann muss das Programm zur Vorbereitung auf ein unbeschwertes Hundeleben begonnen, bzw. fortgesetzt werden.

Einer der wichtigsten Punkte auf diesem Programm ist der Besuch einer guten Welpenspielgruppe mindestens einmal wöchentlich. Autofahrten, Ausflüge in die Stadt, in Zoos oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln gehören genauso ins Programm, wie fortgesetzte positive Kontakte mit unterschiedlichen Menschen und die spielerische Gewöhnung an die Tierarztpraxis. All diese Dinge müssen auch dann weitergeführt werden, wenn man einen gut sozialisierten Welpen erworben hat. Erst wenn der junge Hund mindestens sechs Monate alt ist, können auch längere Phasen (mehr als ein paar Tage) relativer Isolation von der Umwelt ohne dauerhafte Schäden überstanden werden.

Um den Hund nicht zu überfordern, sollten die Ausflüge und Sozialkontakte außerhalb der Familie ein bis zwei Stunden täglich nicht überschreiten. Dabei sollte der junge Hund nicht länger als 15 oder 20 Minuten am Stück laufen. Machen Sie zwischendurch eine Pause oder tragen Sie ihn eine Weile.