Tierarztpraxis Dr. Mertens und Küppers

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Rund um unsere Praxis

Wer ist der Chef im Haus

Ihr Welpe braucht einen souveränen Führer, der ihm Sicherheit gibt und ihm hilft, sich im Leben zurechtzufinden. Sie sind in den Augen Ihres Welpen ein fast allmächtiger Gott. Sie sind viel größer und stärker als er. Sie geben ihm Futter. Sie bestimmen ob und wann er spazieren gehen oder Kontakte mit anderen Hunden oder Menschen haben kann. Sie können die Haustür und den Kühlschrank öffnen. Mit Hilfe des Lichtschalters sind Sie sogar Herr über Tag und Nacht. Wenn Sie sich jetzt noch wie ein Leittier benehmen, werden Sie und Ihr Hund nie ein Problem bekommen.

Der Rudelführer tut, was sein Name schon sagt. Er führt das Rudel. Wenn Sie mit Ihrem Welpen spazieren gehen, nutzen Sie von Anfang an seine Nachfolgereaktion. Gehen Sie so oft wie möglich an Orten spazieren, wo keine Straßen in der Nähe sind. Lassen Sie den Welpen dort ohne Leine laufen. Wenn er trödelt gehen Sie schneller oder verstecken Sie sich, damit er lernt aufzupassen wohin Sie gehen. Warten Sie nicht auf ihn und laufen Sie niemals hinter Ihrem Welpen her.

Wenn er sich von Ihnen entfernt oder nicht kommt, wenn Sie rufen, laufen Sie in die entgegengesetzte Richtung. Er wird Ihnen folgen. Loben und belohnen Sie ihn immer, wenn er zu Ihnen kommt. Auch wenn das mal etwas länger gedauert hat.

Ein Rudelführer lässt sich nicht manipulieren. Achten Sie darauf, dass Sie nur erwünschte Verhaltensweisen Ihres Welpen durch Zuwendung belohnen. Wenn Sie sich mit dem Welpen beschäftigen möchten, ergreifen Sie die Initiative. Reagieren Sie nur gelegentlich auf seine Versuche Ihre Aufmerksamkeit in Form von Spiel- oder Streicheleinheiten zu bekommen.

Spielen Sie so oft wie möglich mit dem Welpen. Halten Sie die Spielsachen, die Sie zum Spielen benutzen unter Verschluss. Holen Sie sie nur heraus, wenn Sie spielen möchten und legen Sie die Sachen nach dem Spiel wieder weg. Brechen Sie das Spiel immer ab, bevor Ihr Welpe die Lust verliert.

Verhalten Sie sich in kritischen Situationen ruhig. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Ein Rudelführer sollte niemals die Nerven verlieren und hektisch oder hysterisch reagieren.

Wenn der Welpe Sie anknurrt oder nach Ihnen schnappt, bleiben Sie ruhig. Hunde tun das nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Zeigen Sie ihm, dass Sie ihm nichts tun werden, indem Sie den Kopf leicht zur Seite drehen und ihn nicht direkt ansehen.

Warten Sie einen Augenblick und gehen Sie dann weg. Beachten Sie den Welpen einige Minuten nicht.

Reagieren Sie nie mit Schimpfen oder Strafmaßnahmen, wenn Ihr Hund Sie bedroht. Sie werden dadurch angreifbar und verlieren Ihr Gesicht. Der Chef lässt sich nicht provozieren. Nur wer sich bedroht fühlt reagiert mit Gegenaggression. Sie stehen so himmelhoch über Ihrem Hund, dass Sie so etwas nicht nötig haben.

Achten Sie darauf, Ihren Welpen nicht zu bedrohen. Falls er trotzdem häufig ängstlich und/oder aggressiv reagiert, suchen Sie so schnell wie möglich die Hilfe eines auf Verhaltenstherapie spezialisierten Tierarztes.

Füttern Sie Ihren Welpen nicht vom Tisch. Wenn es Reste gibt, die für ihn geeignet sind, geben Sie sie ihm später in seinem Napf. Betteln bei Tisch entwickelt sich sehr schnell zu einem aufdringlichen Fordern, wenn es belohnt wird.

Gehen Sie vor Ihrem Welpen durch die Tür und begrüßen Sie Familienmitglieder und Gäste, bevor der Hund es tut. Ranghöhere haben das Privileg des Vortritts und sie entscheiden wer willkommen ist und wer nicht.

Erlauben Sie Ihrem Welpen nicht auf den Möbeln zu liegen. Wenn Sie ihm einen Platz auf dem Sofa geben möchten, legen Sie eine Hundedecke dort hin. Gestatten Sie dem Hund nur, auf dieser Decke zu liegen.

Wenn die Decke nicht auf dem Sofa liegt, ist der Platz dort für Hunde tabu. Erhöhte und zentrale Liegeplätze sind ein Privileg der Ranghöheren.

Üben Sie mit Ihrem Welpen von klein auf, sich überall anfassen zu lassen. Ranghohe Tiere dürfen sich anderen jederzeit körperlich aufdrängen. Machen Sie das ganz spielerisch und liebevoll aber mit ruhiger Konsequenz. Bürsten Sie ihn täglich mit einer weichen Bürste. Der Welpe soll die Körperpflege nicht nur dulden, sondern genießen.