Tierarztpraxis Dr. Mertens und Küppers

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Rund um unsere Praxis

Krankheiten verhindern

Vorbeugung gegen Parasiten

© Sindern/bpt

Ein starker Parasitenbefall kann bei unseren Vierbeinern zu ernsten Gesundheitsstörungen führen. Erste Anzeichen sollten Sie deshalb unbedingt beachten.

Floh & Co.

Haarlinge, Zecken, Flöhe, Läuse und Milben (= Ektoparasiten) leben im Fell, auf und in der Haut. Haarlinge ernähren sich von Haut- schuppen und dem aus Hautverletzungen (durch Kratzen) austretenden Sekret. Sie beunruhigen ihren Wirt durch dauerndes Umherlaufen. Zecken, Flöhe und Läuse dagegen saugen Blut. Zecken sind vor allem für Hunde gefährlich, denn sie können während ihrer Blutmahlzeit die Erreger der Infektions-krankheiten Borreliose, Babesiose und Anaplasmose übertragen. Jede entdeckte Zecke sollte deshalb schnellstmöglich – ohne Verwendung von Hilfsflüssigkeiten – entfernt werden. Gut dafür eignen sich spezielle Haken oder Zangen, die die Zecke mit Kopf herausziehen.

Flohbefall hat häufig starken Juckreiz zur Folge, der durch eine zusätzlich bestehende Flohspeichelallergie noch verschlimmert werden kann. Darüber hinaus ist der Floh Zwischenwirt für den Gurkenkernbandwurm, mit dem sich vor allem Hunde, gelegentlich auch Katzen, durch Zerbeißen oder Abschlucken eines befallenen Flohs infizieren.

Milben können sich völlig in die Haut eingraben und ebenfalls heftigen Juckreiz verursachen. Viele Milbenarten, die bei unseren Haustieren die „Räude“ hervorrufen, sind nicht wirtsspezifisch. Das heißt, sie können bei engem Kontakt auf den Menschen übertreten und ähnliche Krankheitssymptome bewirken! Ein Milbenbefall kann nur mittels Mikroskop festgestellt werden, da die Spinnentiere mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind.

Die von den Ektoparasiten verursachten sowie die durch Kratzen und Beißen des Wirtes entstandenen Hautverletzungen bieten Eintrittspforten für Pilze und/oder Bakterien. Es entstehen Ekzeme, Haarausfall und struppiges Fell mit vermehrter Schuppenbildung.

Vorbeugend und/oder zur Behandlung gegen die Parasiten werden Spot-on-Produkte, Zecken-/Flohhalsbänder oder Sprays eingesetzt.

Würmer

Band-, Spul- und Hakenwürmer (= Endoparasiten) zählen zu den häufigsten Wurmarten bei Hund und Katze. Sie leben im Darm und ernähren sich vom Nahrungsbrei. Manche von ihnen besitzen am Kopf- ende einem Hakenkranz. Mit ihm verankern sie sich in der Darmwand und führen dort zu Verletzungen. Durch starken Wurmbefall wird dem Wirt ein beträchtlicher Anteil von Nährstoffen entzogen. Verdauungsstörungen, schlechtes Wachstum, Abmagerung, Blutarmut und struppiges, glanzloses Fell können die Folgen sein. Jungtiere sind dabei besonders betroffen.

Nur bei hochgradigem Befall gehen erwachsene Spulwürmer mit dem Kot ab oder werden erbrochen. Wurmeier sind mit bloßem Auge nicht sichtbar, sondern müssen durch eine mikroskopische Untersuchung des Kotes nachgewiesen werden. Eine verantwortungsvolle Prophylaxe beinhaltet deshalb regelmäßige Entwurmungen.

Bandwürmer, mit denen sich Hund und Katze vor allem durch Fressen eines Zwischenwirtes (Flöhe, Haarlinge, Nagetiere) infizieren können, geben die an ihrem Ende befindlichen Glieder mit reifen Eipaketen ab. Diese können als weiße, reiskorngroße Gebilde im Kot oder am Fell rund um den After des Tieres gefunden werden. Hinweise auf Bandwurmbefall ist Juckreiz am After, der Hunde teilweise zum Rutschen über den Boden in sitzender Position („Schlittenfahren“) veranlasst. Bei Katzen wird als Zeichen eines Bandwurmbefalls mitunter ein plötzliches Umwenden nach dem Schwanz mit anschließendem plötzlichem Wegrennnen sowie ein Vorfall des dritten Augenlids beobachtet. Hilfreich zum Nachweis eines Bandwurmbefalls ist ein dunkler einfarbiger Stoff auf dem Lieblingsplatz des Haustiers. Auf diesem sind die Bandwurmglieder leicht erkennbar.

Wichtig: Spulwürmer, Hakenwürmer und einige Bandwurmarten können auf den Mensch übertragen werden!