Tierarztpraxis Dr. Mertens und Küppers

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Rund um unsere Praxis

Sauberkeitstraining

Das Sauberkeitstraining beginnt in der fünften Lebenswoche und funktioniert nach einem ganz einfachen Prinzip. Sobald der Welpe alt genug ist selbständig Harn und Kot abzusetzen und zu diesem Zweck das Nest bzw. die Wurfkiste zu verlassen, lernt er, wo kleine Hunde zur Toilette gehen. Jedes Mal, wenn er eine Pfütze oder ein Häufchen macht, merkt er sich den Untergrund und die Umgebung. Dabei entsteht eine immer festere Verknüpfung zwischen der Handlung und dem Ort des Geschehens. Der Welpe sucht immer wieder die selben Löseplätze auf, wenn er die Möglichkeit dazu hat. Etwa ab der zwölften Lebenswoche kann der Welpe sein Bedürfnis sich zu lösen für zunehmende Zeit aufhalten, wenn er sein „Klo“ nicht direkt erreichen kann.

Wenn Ihr Welpe beim Züchter bereits gelernt hat, sein Geschäft im Freien auf Gras oder Erde zu verrichten, müssen Sie ihn nur immer wenn er muss rechtzeitig dorthin bringen, wo er darf und soll. Rechtzeitig heißt: Tagsüber ca. alle 2 Stunden und immer nach dem Fressen, nach dem Schlafen und nach dem Spielen. Nachts sollte ein gesunder Welpe ca. sechs Stunden durchschlafen und durchhalten. Muss Ihr Welpe öfter, hat er wahrscheinlich Durchfall oder eine Blasenentzündung. Gehen Sie damit sofort zu Ihrem Tierarzt.

Bringen Sie Ihren Welpen anfangs immer an die gleiche Stelle, wenn er muss. Nehmen Sie ihn auf den Arm und tragen Sie ihn dort hin. Sie riskieren sonst, dass er sein Geschäft schon vorher erledigt. Am „Klo“ angekommen setzen Sie ihn auf den Boden. Bleiben Sie dabei und warten Sie bis er sich zum Pinkeln oder Häufchen machen hinhockt. Jetzt können Sie sein „Lösesignal“ trainieren. Das ist ein Wort wie „mach was“ oder „Pipi“, das Sie jedes Mal, wenn der Welpe sein Geschäft macht mehrfach leise wiederholen. Wenn er fertig ist, loben Sie ihn. Sie können jetzt zur Belohnung noch ein Leckerchen geben oder ein bisschen Spielen. Nach einiger Zeit haben Sie einen Hund, der sich löst, wenn Sie ihn dazu auffordern.

Trennen Sie „Gassigänge“ und Spaziergänge. Wenn Sie mit dem Welpen spazieren gehen hat er so viele aufregende Dinge zu tun, dass er meist völlig vergisst, dass er mal muss. Es fällt ihm erst wieder ein, wenn er zuhause ist und schon ist ein Fleck auf dem Teppich. Sollte doch mal ein Geschäft in der Wohnung landen, machen Sie es kommentarlos weg und reinigen Sie die Stelle gründlich. Anschließend treten Sie sich selber in den Hintern – es war nämlich Ihre Schuld. Passen Sie beim nächsten Mal besser auf und gehen Sie rechtzeitig mit dem Welpen hinaus. Schimpfen oder Strafen Sie auf gar keinen Fall den Hund. Er kann das nicht verstehen und bekommt Angst vor Ihnen.

Wenn Ihr Welpe beim Züchter keine Gelegenheit hatte, sein Geschäft draußen zu erledigen, haben Sie ein Problem. Der Welpe hat nämlich schon einige Wochen lang geübt, drinnen auf´s Klo zu gehen. Vielleicht ist er auf Zeitung trainiert, dann lässt sich der Schaden noch in Grenzen halten. Legen Sie ihm eine Zeitung hin. Wenn er sein Geschäft darauf erledigt hat, nehmen Sie die Zeitung beim nächsten „Gassigang“ mit zu der Stelle, die Sie als Hundeklo benutzen wollen. Legen Sie die benutzte Klozeitung dort hin und warten Sie, bis der Welpe sein Geschäft verrichtet. Nach ein paar Tagen, wenn er sich zuverlässig draußen auf der Zeitung löst, verkleinern Sie das Zeitungsstück, bis Sie es ganz weglassen können. Sie sollten allerdings in den nächsten Wochen zuhause nirgends Zeitungen herumliegen lassen.

Hat der Welpe beim Züchter gelernt einfach so sein Geschäft im Haus zu verrichten, kann es Ihnen passieren, dass er draußen gar nichts macht. Sobald Sie wieder im Haus sind, wird er sich erleichtert einen Löseplatz suchen. Beobachten Sie ihn nach dem Zurückkommen genau.

Sobald er Anstalten macht am Boden zu schnüffeln, zu Kreiseln oder sich hinzuhocken, nehmen Sie ihn auf den Arm und gehen wieder nach draußen. Haben Sie Geduld und bedanken Sie sich beim Züchter. Vielleicht zahlt er die Teppichreinigung.